Die K-Taping Therapie
Die K-Taping Therapie hat sich seit ihren Anfängen im Jahr 1998 kontinuierlich weiterentwickelt und ist heute eine etablierte Therapiemethode mit einem außergewöhnlich breiten Anwendungsspektrum.
Die Idee, über Rezeptoren der Haut Einfluss auf Propriozeption, Muskeln, Bänder und damit auf verschiedene Körperfunktionen zu nehmen, ist deutlich älter als das heutige K-Taping. Bereits zuvor wurde in unterschiedlichen Therapiekonzepten, manuellen Behandlungsmethoden und mit starren Tapeanlagen versucht, propriozeptive Reize therapeutisch zu nutzen.
Starre Tapeanlagen haben jedoch den Nachteil, dass sie nur begrenzt eingesetzt werden können. Die natürliche Bewegung von Muskeln und Gewebe arbeitet gegen das unelastische Material. Dies führt häufig zu eingeschränkter Beweglichkeit, reduziertem Tragekomfort und einer kurzen Tragedauer.
Ziel der Entwicklung des elastischen K-Tapes war es daher, Einfluss auf die Propriozeption und die Muskelfunktion zu nehmen, ohne die natürliche Bewegung des Patienten einzuschränken. In den ersten Jahren standen vor allem Muskelanlagen im Vordergrund. Weitere Behandlungsmöglichkeiten und Therapiekonzepte entstanden erst im Laufe der praktischen Anwendung, durch therapeutische Erfahrungen sowie durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des heute verwendeten K-Tapes. Aus diesem ursprünglichen Ansatz entwickelte sich eine eigenständige und wirkungsvolle Therapiemethode mit einem außergewöhnlich breiten Indikationsspektrum, die heute zahlreiche bekannte Therapiekonzepte sinnvoll ergänzt und unterstützt.
Ein wesentlicher Vorteil der K-Taping Therapie besteht darin, dass der Therapeut dem Patienten mit dem K-Tape eine unterstützende Therapie über die eigentliche Behandlung hinaus mitgeben kann. Während viele Therapieformen mit dem Ende der Behandlung abgeschlossen sind, kann die Wirkung des K-Tapes über die gesamte Tragedauer hinweg bestehen bleiben. K-Taping wird heute erfolgreich in vielen therapeutischen Fachbereichen eingesetzt und ist seit Jahren fester Bestandteil der Physio- und Sportphysiotherapie. Darüber hinaus hat sich die Methode ebenso in der Pädiatrie, Ergotherapie, Neurologie, Gynäkologie und Logopädie etabliert.